Neues für Nachtschärmer N 63 Tarmstedt bremen borgfeld
Stand heute im Weser Kurier.
Neue Nachtbuslinie für Partygänger
Verkehrsverbund will Netz nach Tarmstedt ausweiten
Von unserer Redakteurin
Irene Niehaus
TARMSTEDT·BREMEN. Ist mal wieder spät geworden in der Disko oder auf der Party. Zeitdruck. Den könnten Nachtschwärmer aus Tarmstedt und Grasberg aber bald vergessen: Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) will eine neue Buslinie ins Leben rufen. Die N 63, die Fahrgäste von Tarmstedt nach Borgfeld und wieder zurück bringt, soll ab 15. Dezember in der Nacht auf Sonntag im Stundentakt fahren. Nachtschwärmer sollen gut ankommen. Seit neun Jahren bringen die Nachtbusse des VBN Partygänger und Diskobesucher am Wochenende ins Umland und zurück. Der VBN will jetzt sein Angebot ausweiten.Die Abfahrtszeiten der neuen Linie 63 sehen nach dem vorläufigen Plan so aus: ab Borgfeld 0.59 Uhr stündlich, die letzte Fahrt startet um 5.59 Uhr. Vom Busbahnhof Tarmstedt fahren Nachtbusse von 0.25 Uhr an stündlich bis einschließlich 5.25 Uhr nach Borgfeld. Der Bus stoppt an folgenden Haltestellen: in Tarmstedt in der Straße Am Berg und am Holschendorfer Weg, in Grasberg an der Abzweigung Tüschendorf, an der Wörpedorfer Straße/Mühlendamm, an der Wörpedorfer Straße 26, an der Kreuzung, an der Wörpedorfer Straße, in Lilienthal am Falkenberger Kreuz, Mitte und schließlich in Borgfeld an der Straßenbahnhaltestelle.Die Samtgemeinde will sich die neue Verbindung nach Tarmstedt 2600 Euro im Jahr kosten lassen. Das berichtet Bürgermeister Frank Holle von der jüngsten Sitzung des Samtgemeindeausschusses. Der Ausschuss stimmte zu, jetzt muss noch der Rat entscheiden.Den Löwenanteil an den Kosten für die neue Linie trägt der Landkreis Osterholz, wie VBN-Pressesprecher Hermann Priklenk gestern auf Nachfrage mitteilte. Nach seinen Angaben würde die VBN die Nachtbuslinie gerne bis Zeven erweitern, was übrigens auch Politiker aus der Samtgemeinde Tarmstedt begrüßen, es fehle aber die Zustimmung der betroffenen Kommune.Die ersten Nachtbusse von Bremen Richtung Umland fuhren übrigens bereits vor 17 Jahren. Damals nannte sich das Angebot "Hotline" und richtete sich ausschließlich an Diskobesucher. Hintergrund waren die hohen Unfallzahlen auf den Landstraßen. Da die "Hotline"-Busse allerdings die Hälfte der Strecken leer zurücklegten, beschloss der VBN vor gut acht Jahren, das Angebot zu einem Nachtliniennetz auszuweiten. Damit sollen auch diejenigen erreicht werden, die aus dem Umland zu Kino-, Theater- oder Konzertbesuchen in die Stadt wollen.Konzept hat sich bewährt Das Konzept hat sich bewährt, auch wenn immer mal wieder kleine oder größere Probleme auftauchten. So gab es ganz früher schon mal Prügeleien unter Fahrgästen auf der N 71 Richtung Oyten, wo ein Sicherheitsdienst einschreiten musste. Oder im Oktober, als die Nachtlinie N 67 startete, ohne Rücksicht auf die Verspätung der Bremer Straßenbahn zu nehmen.In Bremen und dem niedersächsischen Umland sind für den Nachtschwärmer zurzeit neun Nachtlinien, abgestimmt auf das städtische Netz der Bremer Straßenbahn AG (BSAG), im Einsatz. Seit 2000 existiert die Linie N 67/N 4 zwischen dem Bremer Hauptbahnhof und Worpswede. Sie fährt freitags und sonnabends.